Allgemein

Ist der Nothilfekurs bald nicht mehr obligatorisch?

Bisher musste jeder Anwärter für den Lernfahrausweis nicht nur einen Sehtest sondern auch die Bestätigung eines gültigen Nothilfekurses bei einem Lernfahrgesuch beilegen.
Doch nun hat das asa (Vereinigung der Strassenverkehrsämter) entschieden das ein solcher Kurs nicht mehr zeitgemäss sei.

Was das bedeutet, welche Gründe die asa aufführt um auf diesen Entscheid zu kommen und welche Auswirkungen ein solcher Entscheid hat, könnt ihr ausführlich bei First-responder nachlesen.

Was denkt ihr darüber? Ist der Nothilfekurs nötig oder kann er tatsächlich abgeschafft werden?

Der Link wurde uns mit freundlicher Genehmigung von First-Responder zur Verfügung gestellt.

Essen beim Autofahren

Eine Bekannte ass während der Autofahrt ein Sandwich und konnte daher einem einbiegenden, nicht vortrittsberechtigten Auto nicht rechtzeitig ausweichen. Nach der Kollision wurde im Polizeiprotokoll vermerkt, dass sie sich am Steuer verpflegt hatte. Muss sie nun einen Teil der Reparaturkosten mittragen?

Gemäss Strassenverkehrsgesetz muss ein Fahrzeugführer sein Fahrzeug ständig so beherrschen, dass er allen gebotenen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Er hat seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden und darf beim Fahren keine Verrichtung vornehmen, welche die Bedienung des Fahrzeuges erschwert. Er muss ferner dafür sorgen, dass seine Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte sowie Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeinträchtigt wird. Während der Fahrt darf der Fahrer also grundsätzlich keine Tätigkeiten verrichten, die ein pflichtgemässes Fahren und Bedienen des Fahrzeuges erschweren oder gar verunmöglichen. Trotz dieser Vorschriften gehören leider Unfälle – manchmal mit schwer verletzten Personen – aufgrund von Unaufmerksamkeit und Ablenkung am Steuer zu den häufigsten Unfallursachen in der Schweiz. Oft hat ein derartiges Fehlverhalten für den betreffenden Lenker schwerwiegende Folgen, da es hohe Bussen und Leistungskürzungen oder Rückgriffe der Versicherer nach sich ziehen kann.

Augen auf die Strasse!

In dem von Ihnen geschilderten Fall dürfte das Hauptverschulden beim anderen Verkehrsteilnehmer liegen, da er beim Einbiegen in die Strasse den Vortritt missachtet und somit das eigentliche Gefahrenmoment geschaffen hat. Wenn jedoch Ihr Bekannter bei vorschriftsgemässer, also aufmerksamer Fahrweise die Kollision hätte verhindern oder vermindern können, muss er sich ein Mitverschulden an den verursachten Schäden anlasten lassen. Die Höhe der Verschuldens- und Haftungsquote hängt dabei von den genauen Umständen und Gegebenheiten ab, die von den Haftpflichtversicherern der beteiligten Parteien abgeklärt werden. Je nach dem Ergebnis dieser Abklärungen muss Ihr Bekannter allenfalls im Rahmen der festgelegten Verschuldensquoten einen Teil seines Fahrzeugschadens selber tragen und seinem Auto-Haftpflichtversicherer einen Teil des Schadens am anderen Fahrzeug zurück bezahlen. Am besten bespricht Ihr Bekannter das Ganze mit seinem Autoversicherer, damit der Schadenfall unter Berücksichtigung aller Umstände professionell abgewickelt werden kann. Dabei wird auch der bestehende Versicherungsschutz aufgrund seiner Fahrzeugpolice berücksichtigt (Vollkasko? Bonusschutzdeckung? Selbstbehalte?).

Mit freundlicher Genehmigung von: SVV

Fussgängerstreifen – hat Fussgänger immer Vortritt?

In der Schweiz werden gemäss jüngster Statistik beim Überqueren von Fussgängerstreifen jährlich gegen 700 Fussgänger verletzt und etwa 50 Fussgänger getötet. Ich war der Ansicht, dass Fussgänger bei Fussgängerstreifen Vortritt haben. Stimmt das immer?

Fussgänger haben auf einem Fussgängerstreifen grundsätzlich Vortritt, wenn sie – noch auf dem Trottoir stehend – ihre Absicht, die Strasse zu überqueren, klar ersichtlich anzeigen. Die Fussgänger dürfen jedoch dieses Vortrittsrecht nicht erzwingen, wenn beispielsweise das Fahrzeug bereits zu nah ist, um rechtzeitig vor dem Streifen angehalten werden zu können, und ein Fussgängerstreifen darf auch nicht für den Fahrzeuglenker überraschend betreten werden. Fussgänger sollten nur dann auf die Strasse hinaustreten, wenn sie sicher sind, dass der Fahrzeuglenker ihre Absicht, die Strasse zu überqueren, erkannt hat und sicher vor dem Streifen anhalten kann. In Verkehrserziehungsaktionen wird oft darauf hingewiesen, dass der Fussgängerstreifen erst dann überquert werden soll, wenn ein Fahrzeug bereits angehalten hat. In Agglomerationen muss der Fussgänger zudem beachten, dass das Tram auch bei Fussgängerstreifen stets Vortritt hat.

Kinder sind vor allem gefährdet

Bei Kindern zwischen 5 und 14 Jahren sind Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache. Sie sind einerseits oft körperlich zu klein, um die jeweilige Verkehrssituation zu überblicken, und andererseits haben sie Mühe, Distanz und Geschwindigkeit der Fahrzeuge richtig einzuschätzen. Die TCS-Sicherheitstipps sollen dem Fussgänger helfen, auch bei bestehendem Vortrittsrecht auf Fussgängerstreifen nicht unter die Räder zu kommen:

  • Genügend Zeit für Ihren Weg einrechnen.
  • Seien Sie gut sichtbar (helle Kleidung).
  • Zeigen Sie Ihre Absicht immer klar, suchen Sie Blickkontakt mit dem Fahrzeuglenker.
  • Fahrzeuge brauchen eine bestimmte Distanz zum Bremsen: Vortritt ist nicht absolut!
  • Achten Sie in alle Richtungen, wo Verkehr herannahen kann.
  • Tragen sie keine Kopfhörer.
  • Fussgängerstreifen erst betreten, wenn das Fahrzeug hält. Gehen, nicht rennen.
  • Niemals Strasse unmittelbar vor oder nach einem Bus, Tram oder Hindernis überqueren.

Mit freundlicher Genehmigung von: SVV

Tagfahrlicht – Ein Thema ohne Ende

Mit Stichtag 01. Januar 2014 wurde das Gesetz „Fahren mit Licht“ in der Schweiz eingeführt. Modernere Fahrzeuge verfügen über ein Tagfahrlicht, welches bei guten Licht- und Sichtverhältnissen am Tag absolut ausreichen. Ältere Fahrzeuge können nachgerüstet werden. Allerdings muss man sich hier überlegen, ob die einzusparenden Betriebskosten, mit dem Aufwand für Kauf und Einbau, korrespondieren. Günstiger wäre es einfach nach jedem Motorstart das Abblendlicht (Volksmund Licht genannt) einzuschalten.

Da die Regelung über Tagfahrlicht und Abblendlicht scheinbar nicht überall klar sind, gab es nun vom Bundesamt für Strassen einen Nachtrag. Dieser lautet:

Seit 1. Januar 2014 müssen Motorwagen (z. B. Personenwagen, Liefer- und Lastwagen, Cars) und Motorräder auch tagsüber mit Licht fahren. Von dieser Pflicht ausgenommen sind Fahrzeuge, die vor 1970 in Verkehr gesetzt wurden. Mofas, E-Bikes und Velos unterliegen keiner Pflicht für Tagfahrlichter.

Bei Tageshelle dürfen so genannte Tagesfahrlichter benutzt werden. An den Regeln zur Benutzung des Abblendlichtes hat sich am 1. Januar 2014 indes nichts geändert: Bei schlechten Lichtverhältnissen (Regen, Nebel, Schneefall etc.) muss ebenso mit Abblendlicht gefahren werden wie in Tunnel oder in der morgendlichen und abendlichen Dämmerung.

Kurz gesagt, ich sehe immer wieder Fahrzeuge welche hinten dunkel sind und das bei Nebel und Regen. Es wäre einfacher gewesen das Abblendlicht als Obligatorium einzuführen, doch daran hat man dabei wohl nicht gedacht. Doch meine Bitte, schaltet doch nach dem Starten des Motors einfach das Abblendlicht ein. Dann fahrt ihr immer mit dem richtigen Licht, auch bei Regen und Nebel. 
Ach ja, NEIN, die Lichtautomatik reicht leider nicht aus, weil ihr sonst wieder bei Nebel und Regen ohne korrektes Licht fahrt, weil der Lichtsensor der Meinung ist, es wäre hell genug.

Besser GESEHEN werden – mit (Abblend)-LICHT